Die Vertrauensstelle – Herzstück des Verfahrens

Darstellung des Ablaufs zur Erzeugung einer Krankenversichertennummer durch die Vertrauensstelle kurz VST

 

Die gesetzlichen Krankenkassen haben die ITSG – Informationstechnische Servicestelle der gesetzlichen Krankenversicherung GmbH mit der Einrichtung und dem Betrieb der "Vertrauensstelle Krankenversichertennummer (VST)" beauftragt. Diese Vertrauensstelle – kurz VST genannt – bildet das Herzstück des Vergabeverfahrens für Krankenversichertennummern und ist technisch und organisatorisch hervorragend ausgestattet. Sie steht unter der Rechtsaufsicht des Bundesministeriums für Gesundheit und arbeitet mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zusammen.

Rückblick

Vor dem Start des Regelverfahrens am 1. November 2005 führen die Krankenkassen zunächst einen Abgleich ihrer Bestandsdaten mit der Datenstelle der Träger der Rentenversicherung in einem vereinfachten Verfahren durch. Anschließend erhält die Vertrauensstelle von den Krankenkassen auf Basis des Krankenkassen-Kommunikationssystems (KKS) die Rentenversicherungsnummern ihrer Versicherten und der mitversicherten Familienangehörigen sowie ein dazugehöriges Aktenzeichen. Für Versicherte oder Familienangehörige ohne gültige Rentenversicherungsnummer muss im Vorfeld eine Rentenversicherungsnummer beantragt werden. Sie bildet auch in Zukunft die alleinige Basis für die Erzeugung einer Krankenversichertennummer. Die Vertrauensstelle pseudonymisiert die eingehenden Rentenversicherungsnummern und löscht diese anschließend. In der Vertrauensstelle werden also keine Rentenversicherungsnummern oder personenbezogene Daten gespeichert. Still- und totgelegte Rentenversicherungsnummern werden durch die Datenstelle der Träger der Rentenversicherung separat an die Vertrauensstelle gemeldet und systematisch abgeglichen, um eine Doppelvergabe zu vermeiden. Ein Rückschluss von einer vergebenen Krankenversichertennummer auf die Rentenversicherungsnummer ist ausgeschlossen.

Vergabe der Krankenversicherungsnummer

Die Erzeugung einer Krankenversichertennummer erfolgt über komplexe technische Verfahren. Dabei kommen kombinierte Verschlüsselungs-Algorithmen zum Einsatz. Alle Verarbeitungsprozesse innerhalb der Vertrauensstelle werden protokolliert. Ein 4-Augen-Prinzip sorgt dabei ebenso für die erforderliche Sicherheit wie ein tägliches "Backup" der Datenbestände. Die Daten- und Systemsicherheit erfolgt nach den Vorgaben des Grundschutzhandbuches des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Von der Vertrauensstelle erzeugte Krankenversichertennummern werden elektronisch an die jeweiligen Krankenkassen über deren Datenannahmestellen übermittelt. Über das zurückgelieferte Aktenzeichen erfolgt dort die Zuordnung zum Hauptmitglied oder zum mitversicherten Familienangehörigen.

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